Physiotherapie im Zeitsprung

Physiotherapie im Zeitsprung

Physiotherapie im Zeitsprung

2016 ist ein besonderes Jahr für die Physiotherapie in Österreich: 1916 wurde im Krankenhaus Lainz in Wien die erste staatlich anerkannte Physiotherapie-Ausbildung in Österreich gestartet. Die Physiotherapie in Österreich feiert also ihr 100-jähriges Jubiläum!

Berufsverband Physio Austria

Physio Austria, der Berufsverband der PhysiotherapeutInnen Österreichs, ist sehr stolz, diesen außergewöhnlichen Anlass 2016 unter dem Motto „Physiotherapie im Zeitsprung“ gebührend zu feiern. Dabei finden gemeinsam mit KooperationspartnerInnen österreichweit Veranstaltungen für KollegInnen aber auch für eine interessierte Öffentlichkeit, PatientInnen und KlientInnen, statt.

Plakte zum selber Ausdrucken

Unter dem Menüpunkt "Downloads" finden Sie die Jubiläumsplakate zum selber Ausdrucken und zur Verwendung als Screensaver.

 

Testimonials

Senden auch Sie Ihr Testimonial und Ihre Grußbotschaft mit Porträtfoto an oeffentlichkeitsarbeit@physioaustria.at oder office@physioaustria.at

  • Nico Langmann, Rollstuhltennisspieler. Nummer eins Österreichs. Beste internationale Platzierung: 26.

    Physiotherapie hat mich eigentlich mein Leben lang begleitet, und das nicht nur als Sportler, sondern vor allem als Rollstuhlfahrer. Nach einem Autounfall im Alter von zwei Jahren, seit dem ich querschnittgelähmt bin, habe ich durch ständige professionelle Betreuung und vor allem durch harte Arbeit keine typischen Rollstuhl-Beschwerden wie etwa eine Skoliose oder Gelenks-Schäden bekommen. Ich kann mein Leben so ohne Einschränkungen führen (außer natürlich meiner Lähmung). Physiotherapie verdanke ich auf der anderen Seite natürlich auch viele meiner sportlichen Erfolge, aus dem Leistungssport ist sie heutzutage gar nicht mehr wegzudenken.

  • Mario Schwaiger, Schwaiger Film Produktion

    Als begeisterter Tennisspieler und Sportler bin ich seit geraumer Zeit mit der Physiotherapie eng verbunden und habe immer wieder am eigenen Leib erfahren, dass gute, professionelle und konsequente Physiotherapie wirklich hilft und manchmal sogar kleine Wunder bewirken kann.

  • Mag. (FH) Eva Denk, Angestellte

    Physiotherapie stellt für mich als sportlich-aktive Person die perfekte Ergänzung dar, meinen Bewegungsapparat zu stärken. Zusätzlich können Haltungsschäden korrigiert bzw vorgebeugt werden. Meinen Physiotherapeut sehe ich als Vertrauensperson, mit dem ich gemeinsam am Ende des Tages an einer verbesserten Lebensqualität arbeite.

  • Dr. Günter Riegler, Kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM

    Dr. Günter Riegler, Kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM

    Leben ist Bewegung. In der Bewegung liegt die Kraft.
    Meine persönliche Beziehung zu Physiotherapie ist überaus positiv. Als Marathonläufer und Bergsteiger kenne ich nicht nur die Euphorie des sportlichen Erlebnisses, sondern auch die Schmerzen von Verletzungen und Abnützungen. Physiotherapie ist in diesem Zusammenhang weit mehr als die Hilfe bei der Regeneration nach Verletzungen und Krankheiten – Physiotherapie hilft mir, den eigenen Körper besser zu verstehen, gezielt auf Problem zu reagieren und Schäden durch präventive Maßnahmen vermeiden zu helfen. Physiotherapeuten sind Lebensbegleiter, die dieselbe Sprache sprechen, wenn es um Sport, Beweglichkeit und das eigene Wohlbefinden geht.

  • Christian Perthaler

    Christian Perthaler, Manager beim Eishockeyclub Liwest Black Wings Linz, ehemaliger Profieishockeyspieler

    Die Physiotherapie gehört zu einem Eishockeyspieler wie der Puck und der Schläger. Für mich als ehemaliger Sportler ist die Physiotherapie auch jetzt noch ein ständiger Wegbegleiter. Man lernt die Arbeit und Fähigkeiten der Therapeuten und diese als Menschen sehr zu schätzen.

    Ohne Physiotherapie hätte ich in meiner Karriere, nicht so viele Spiele in meiner Statistik, nicht so viele Jahre als Profisportler hinter mir und nicht so viele tolle Menschen kennengelernt. DANKE!

  • Dipl. Päd. Andrea Werthmüller, Religionslehrerin

    Dipl. Päd. Andrea Werthmüller, Religionslehrerin

    Trotz so mancher Schmerzen bei verschiedensten physiotherapeutischen Anwendungen, brachten sie mir nicht nur Linderung meiner Muskelschmerzen, sondern auch Kräftigung und Stärkung meines Bewegungsapparats. Besonders gut finde ich die Anleitungen für eine Heilgymnastik, die ich auch zuhause machen kann. Physiotherapie ist für mich zur Verbesserung meiner Lebensqualität geworden.

  • Wolfgang Strauss, Angestellter

    Wolfgang Strauss, Angestellter

    Dank der regelmäßigen Physiotherapie war es mir nach einem Reitunfall in relativ kurzer Zeit möglich, wieder schmerzfrei den Alltag zu verbringen. Das Geheimnis liegt aber auch in den vielen, kleinen Übungen, die mir von meiner Physiotherapeutin empfohlen wurden, und die ich seither täglich anwende. Auch jetzt nach drei Jahren schätze ich die regelmäßige Physiotherapie sehr.

  • Dr. Michaela Starsich, Psychologin

    Dr. Michaela Starsich, Psychologin

    Eine Stunde Physiotherapie und der Körper ist wieder in Balance!

  • Alexander Payer, ÖSV-Snowboarder

    Alexander Payer, ÖSV-Snowboarder

    Für mich als Leistungssportler spielt die „Physiotherapie“ an sich eine große Rolle. Um als Sportler über einen langen Zeitraum konstant Spitzenleistungen bringen zu können, ist es besonders wichtig dass neben dem sportlichen auch der medizinische Betreuerstab auf absolutem Topniveau arbeitet. Hier haben wir im ÖSV-Snowboard eine Kooperation mit der Sporttherapie in Wels welche uns immer bestmöglich unterstützt. Denn jeder Athlet besitzt seine ganz persönliche „Schwachstelle“ welche ihm/ihr an der Umsetzung der gesetzten Ziele im Wege stehen kann und hier ist ein vertrauter Physiotherapeut (in meinem Fall Hanni) genau der Richtige, welcher die Probleme im Blick behalten kann und sie erst gar nicht akut werden lässt.

  • Armin Assinger, ehemaliger österreichischer Skirennläufer und nunmehriger Fernsehmoderator (hier mit Physiotherapeutin Susanne Kühne)

    Bandscheibenvorfall C5/C6; Schulterluxation rechts; Bandscheibenvorfall L4/L5; linkes Knie: Riss vorderes KB und Innenband; rechts Knie: Luxation mit Rissen des vorderen und hinteren KB, Riss beider Seitenbänder, Riss der Popliteussehne, Meniskusrisse, Kapselrisse; doppelte Bänderrisse in beiden Knöcheln; Riss der Achillessehne links – wie das mit der Physiotherapie funktioniert, ist mir im Laufe der Zeit klar geworden! Was bedeutet sie für mich? Bei dieser Verletzungsliste ganz klar: Physiotherapie bedeutet für mich so viel wie den „Körper wieder beweglich machen“. Genau dafür hatten in meinem bisherigen Leben schon einige Physiotherapeuten mehr als genügend Möglichkeiten, denn - wie ja hinlänglich bekannt - ist der Hochleistungssport nicht die gesündeste Form der Sportausübung. Mir ist wichtig, dass der mich behandelnde Physiotherapeut genau fragt, wie es denn zu der Verletzung oder der Beeinträchtigung gekommen ist, denn nur wenn der Unfallhergang genau rekonstruiert wird, kann dementsprechend der Therapiehebel angesetzt werden. Auch die Verletzungshistorie ist zu hinterfragen, denn es macht gewiss einen Unterschied, ob es sich um eine erstmalige Verletzung z.B. des vorderen Kreuzbandes handelt oder es schon vorher die eine oder andere Verletzung in diesem Kniegelenk gegeben hat. In diesem Fall wäre es zu begrüßen, wenn mit dem behandelnden Arzt das Einvernehmen hergestellt werden würde. Strom-, Ultraschall- oder Lasertherapie als Ergänzung zur manuellen Therapie halte ich für sehr wichtig und kann doch die Verletzungspause von Leistungssportlern, aber auch von sich normal sportlich betätigenden Menschen erheblich verkürzen. Kurzum – das Gesamtpaket macht es aus! Die umfassende Therapie, von der Statuserhebung bis zur Begleitung des Aufbautrainings und das gegenseitige Vertrauen sind meiner Meinung entscheidend für einen guten und vollständigen Heilungsverlauf.

    Was soll ich also sagen, die „Physios“, die mich behandelten, haben ausnahmslos diese „meine Kriterien“ erfüllt und halfen mir entscheidend durch die Rekonvaleszenz. Das alles unterscheidet den Berufszweig des Physiotherapeuten von dem der selbsternannten Wunderheiler oder Gurus, die es ja auch zur Genüge gibt. Ich gebe zu, dass ich diese Spezies von „Therapeuten“ in Momenten, in denen ich keinen Ausweg mehr wusste, auch aufgesucht habe – mit keinem Erfolg! Somit ist für mich klar, dass wenn Verletzungen des Bewegungsapparates auftreten, mich der erste Weg zu (m)einem Physiotherapeuten führt.

  • Prisca Zeisel, Halbsolistin des Wiener Staatsballetts

    Physiotherapie ist eine tolle Möglichkeit, um mehr über seinen Körper zu lernen und um Verletzungen vorzubeugen. Durch eine Verletzung wurde mir vom Arzt Physiotherapie verordnet, aber dadurch dass ich die Vorzüge kennen gelernt habe, würde ich jedem empfehlen, bereits präventiv zur Physiotherapie zu gehen, nicht erst wenn man eine Verletzung hat.

    Meine Arbeit als Tänzerin ist ein sehr risikoreicher Beruf. Physiotherapie ermöglicht mir das erforderliche Wissen aufzubauen, um gesund zu arbeiten und ausgeglichen zu sein. Ich habe mich durch die Physiotherapie im Training sicherer und in meinen Bewegungen bewusster gefühlt.
    Es war mir wichtig zu einer Physiotherapeutin zu gehen, die sich mit meinem Beruf auskennt und der ich vertraue. PhysiotherapeutInnen haben den Körper genau studiert und arbeiten dadurch sehr spezifisch. Zu bestehenden Schmerzen habe ich konkrete Übungen erhalten. Gab es Schwierigkeiten bei einer Bewegung, bekam ich Tipps wie ich sie anders oder noch besser machen kann.

    Jede/r hat persönliche Bedürfnisse und wenn man sich bei der ersten Behandlung nicht wohlfühlt sollte man die Behandlung nicht abbrechen, sondern eine/n andere/n Physiotherapeut/in aufsuchen.

  • Viktor Szilagyi, österreichischer Handballspieler

    Physiotherapie und Leistungssport ist für mich untrennbar miteinander verbunden. An erster Stelle steht der persönliche Bezug zwischen Athlet und Therapeut gepaart mit einer hohen Fachkompetenz des Therapeuten. Der Weg eines Sportlers wird nicht nur während der verletzungsbedingten Ausfallzeiten sondern vor allem in der Prävention mitbestimmt. Eine gute Zusammenarbeit zeichnet sich vor allem durch großes Vertrauen aus, welches die Grundlage jeglicher Zusammenarbeit ist. Erfahrungen während meiner andauernden langen Handballkarriere mit mehreren Therapeuten haben gezeigt, dass nicht nur eine große Teamfähigkeit (im speziellen zwischen Arzt, Therapeut und Athlet ) sondern auch die gemeinsame Abschätzung bei Risiken beim Wiedereinstieg nach Verletzungen Ausschlag gebend und für mich immer sehr wichtig sind.

    Zusammenfassend hat die gute Zusammenarbeit in meinem Fall ermöglicht, dass ich mit 37 Jahren trotz einiger schwereren Verletzungen körperlich immer noch in der Lage bin Handball Bundesliga zu spielen.

  • Matthias Lanzinger, österreichischer Skirennläufer

    Als Leistungssportler war die Physiotherapie für mich ein wichtiger Bereich, um das Zusammenspiel des Körpers bestmöglich darzustellen. Physiotherapie half mir vor allem dabei, das Zusammenspiel auch ganzheitlich wiederherzustellen, wenn etwas aus dem Lot geraten war, aber auch prophylaktisch - im Training eingebaut - um Verletzungen zu verhindern. In meiner Rehabilitation nach dem Unfall ermöglichte mir die Physiotherapie, mich an die neuen Gegebenheiten auch körperlich anzupassen. Sie hilft meinem Körper die Disbalancen, die ich durch die Prothese habe, auszugleichen.
    Der „Typus Physiotherapeut“ hat im Leistungssport, das ist mir noch gut in Erinnerung, immer auch einen hohen psychischen Reinigungsfaktor. Ein bisschen wie bei der Seelsorge: Man nutzt die Therapiezeit gerade wenn es stressig ist oft, um über Themen die einen beschäftigen zu sprechen.

  • Toni Innauer

    Toni Innauer, ehemaliger österreichischer Skispringer

    Die Professionalisierung im Spitzensport hatte in den letzten Jahrzehnten nicht nur die steigenden Einschaltquoten und gewachsenen Verdienstmöglichkeiten von Sportlern und Führungskräften zur Folge.

    In einem lückenlosen Betreuungs- und Coachingsystem, wie jenem der ÖSV-Skispringer, orchestriert der Cheftrainer ein handverlesenes Team an Experten. 

    Ihr tiefes Verständnis für motorische und biologische Zusammenhänge macht Physiotherapeuten weit über die Rolle des einstigen „Muskelkneters“ hinaus zur Vertrauenspersonen und Bindegliedern zwischen den unterschiedlichen Bereichen wie Medizin, Technik- Kraft und sogar Mentaltraining. In seiner Kerndomäne, im Regenerationsprozess nach Verletzungen, leitet der gute Physiotherapeut den Profisportler, wohl aber auch den „normalen Patienten“ Schritt für Schritt vom „behandelt-Werden“ zur Selbsttätigkeit und zur Eigenverantwortung für Qualität und zeitlichen Verlauf des Heilungsprozesse. 

  • Patrick Fölser, Österreichischer Handballspieler

    Physiotherapie hat in meiner aktiven Karriere sicherlich eine sehr wichtige und entscheidende Rolle gespielt. Ohne unsere Therapeuten im Verein oder in der Nationalmannschaft wäre es sicher nicht möglich gewesen, meinen Sport fast 20 Jahre auf höchstem Niveau auszuüben.
    Für mich waren die Einheiten bei der Therapie genauso wichtig, wie das Training in der Halle oder im Kraftraum. Von Stabilisation über Dehnungsübungen bis hin zu den „heilenden Händen“ unserer Physiotherapeuten waren diese Einheiten sicher nicht immer lustig, aber extrem wichtig für die Prävention sowie für die Pflege des Körpers.

  • Konrad Wilczynski in his official uniform

    Konrad „Conny“ Wilczynski, ehemalgiger Profihandballer

    Physiotherapie hat mich meine gesamte Sportler-Karriere hinweg begleitet. Abgesehen von Präventiv-Maßnahmen oder angenehmen Massagen, verbindet man oftmals einen Besuch beim Physio mit einem negativen Ereignis, da häufig Verletzungen die Auslöser sind.

    Wenn man aber auch Rückschläge oder die gesamten Behandlungen als Teil eines Sportlerlebens annimmt, so hat mir das Arbeiten mit den Therapeuten unglaublich viel gegeben! Klar geht es vor allem darum, fit zu werden, aber es ist auch eine Zeit, in der man sich erstens mit tollen Therapeuten auseinandersetzt und auf der anderen Seite ist es eine optimale Möglichkeit, in seinen Körper zu „hören“ und viele kleine Erfolgserlebnisse zu feiern. Die Vielfalt an möglichen Therapien, das Erreichen und Überschreiten von körperlichen Grenzen, die vielen engagierten und kompetenten Therapeuten haben mich auf jeden Fall sehr geprägt! Meine Physios hatten einen riesen großen Anteil an meinen Erfolgen im Laufe meiner Karriere. Oftmals stehen sie im Hintergrund und werden nicht ausreichend wertgeschätzt. Mein DANK gilt allen Therapeuten, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Ihr seid die wahren Heroes!

Veranstaltungen

27.01.2016, 10:00
Wien

Pressekonferenz "Physiotherapie im zeitSPRUNG. Vielfalt und Geschichte"

In den Räumlichkeiten des heutigen Krankenhauses Hietzing nahm die Geschichte der österreichischen Physiotherapie ihren Anfang. Im Rahmen der Pressekonferenz sprachen Dr. Brigitte Ettl, Ärztliche Direktorin, Silvia Mériaux-Kratochvila, M.Ed., Präsidentin von Physio Austria, und Prof. Dr. Stefan Marlovits, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Alle Informationen rund um die Pressekonferenz, Text sowie Fotos zum Download, finden sich im Pressebereich www.100jahre.physio/presse
04.02.2016, 18:00
Graz

Wanderausstellung

Unser Berufsverband feiert in der Steiermark diesen außergewöhnlichen Anlass gebührend. Die Eröffnung der Wanderausstellung »Physiotherapie im Zeitsprung« im Krankenhaus der Elisabethinen in Graz fand am 4. Februar mit einem Vortrag von Beate Salchinger, MSc MSc, Präsidiumsmitglied und Studiengangsleitung Physiotherapie FH-Joanneum Graz zum Thema "Physiotherapie im Zeitsprung - Gestern - Heute - Morgen" statt.

Außerdem sang hier der Physio Chor, der ein eigenes Lied gedichtet hatte das hier im Film zu hören ist.

Weiters wird die Wanderausstellung an folgenden Orten gezeigt:
  • Privatklinik Graz-Ragnitz, Berthold-Linder-Weg 15 8047 Graz, 22. Februar bis 4. März 2016
  • Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz, Albert-Schweitzer-Gasse 36 8020 Graz, 7. März bis 18. März 2016
  • AUVA-UKH Graz, Göstingerstraße 24 8021 Graz, 4. April bis 15. April 2016
  • Barmherzige Brüder Pflegezentrum Kainbach, Johannes von Gott-Straße 12 8047 Graz-Kainbach, 30. Mai bis 10. Juni 2016

Eröffnung der Wanderausstellung

18.03.2016, 19:00 to 04.04.2016, 13:00
Stadtschlaining

Gruselkabinett Physiotherapie

Ein Blick in die Anfänge der Physiotherapie in Österreich. Der Landesverband Burgenland von Physio Austria organisiert die Ausstellung „Gruselkabinett Physiotherapie – Ein Blick in die Anfänge der Physiotherapie in Österreich“ auf der Burg Schlaining.
Die feierliche Eröffnung findet am Freitag, 18. März, um 19.00 Uhr statt.

Die Ausstellung kann bis 4. April zu folgenden Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden:

  • 19. bis 20. März geschlossen
  • 21. bis 24. März jeweils 8.00 bis 13.00 Uhr
  • 25. bis 27. März 8.00 bis 17.00 Uhr
  • 28. März bis 1. April 8.00 bis 13.00 Uhr
  • 2. April 12.00 bis 17.00 Uhr
  • 3. April geschlossen
  • 4. April 8.00 bis 13.00 Uhr

Gruselkabinett
28.04.2016, 10:00 to 29.04.2016, 16:00
Wien

Der Wiener Landesverband im Zeitsprung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Fokus

Symposium des Landesverband Wien

2016 feiert auch der Wiener Landesverband das 100jährige Jubiläum des Berufs Physiotherapie in Österreich. Im Rahmen der GIZ Fokus Tage werden am 28. und 29. April 2016 zwei Symposium-Blöcke des Landesverbands mit Beiträgen der Fachlichen Netzwerkte Geriatrie, Mental Health, Hippotherapie, Sportphysiotherapie, Arbeit, Gesundheit & Prävention, Uro,- Prokto,- Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der OEVOMT stattfinden. Ebenso wird es im Zuge der Veranstaltung einen Physio Austria Infostand und am 29.04. ein abendliches Come Together zum Thema „100 Jahre Physiotherapie im Zeitsprung“ und Diskussion aktueller berufspolitischer Themen geben.

Die GIZ FOKUS TAGE 2016 sind das bisher größtes Projekt der Gesellschaft zur Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich ( kurz GIZ), welche 2012 wurde 2012 von Alexander Baillou ins Leben gerufen wurde. Eine Gruppe von engagierten PhysiotherapeutInnen hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen aktiv zu verbessern. Als den wichtigsten Weg dieses Ziel zu verfolgen sieht die GIZ in der Veranstaltung von Kongressen, Vortrags-und Workshoptagen, den sogenannten „FOKUS TAGEN“.

Ermäßigte Teilnahmegebühr für Physio Austria Mitglieder!
Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie unter http://www.giz-fokus.at/giz-home.htm

20.05.2016, 20:00 to 21.05.2016, 17:00
Wildschönau

Landesverband Tirol feiert "100 Jahre Physiotherapie in Österreich" im Rahmen der Generalversammlung von Physio Austria

Da Physio Austria 2016 100 Jahre Physiotherapie in Österreich feiert, steht auch die Generalversammlung ganz im Zeichen dieses Jubiläums! Bereits Freitag-Abend, 20.00 Uhr, wird daher zu einem gemeinsamen Abendessen mit muskalischer Untermalung für alle Physio Austria Mitglieder geladen. Samstag-Morgen fährt um 8.30 Uhr ein Bummelzug nach Thierbach zur gemeinsamen Kogelweg-Wanderung mit anschließendem Mittagessen um 12.00 Uhr im Gasthof Sollerer in Thierbach inklusive Kabarett mit Ingo Vogel. Die Generalversammlung beginnt im Anschluss.

Alle Informationen zur Generalversammlung 2016 finden angemeldete Mitglieder im Bereich "für Mitglieder" auf www.physioaustria.at

03.06.2016, 18:00
Klagenfurt

Sommerfest

100-Jahr-Feier
Physio Austria-Sommerfest
Wir wollen mit unseren Mitgliedern feiern!

Wann: 3. Juni 2016, 18.00 Uhr

Wo: Schloss Mageregg Genusswirt, Magereggerstr. 177, 9020 Klagenfurt

Für Mitglieder ist der Eintritt gratis. Begleitpersonen zahlen 30€.

Wir wollen das Jubiläum von 100 Jahre Physiotherapie in Österreich 2016 auch feiern, indem wir an andere denken. Daher starten wir eine CHARITY-AKTION und laden dazu ein eine Stunde oder mehr Eurer Arbeitszeit am Aktionstag 26. April 2016 zu spenden. Das in der Zeit erarbeitete Geld (Lohn bzw. Honorar, Richtwert: 66,00 €) könnt Ihr bis zur Deadline am 30. April auf unser Konto überweisen. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung Eurerseits! Der gesammelte Betrag wird dann am 3. Juni im rahmen des Sommerfestes der Organisatorin von "Kärntner in Not" überreicht. Natürlich freuen wir uns auch, wenn sich PatientInnen mit einer Spende anschließen!

Wer mitmacht, bitte die Spende an folgendes Konto überweisen:
Bankverbindung
Kärntner in Not
IBAN AT 10 1700 0001 0033 7401
BIC BFKKAT2K
Verwendungszweck: Kennwort 100 Jahre Physiotherapie

Anmeldung bitte bis 13. Mai an kaernten@physioaustria.at
Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.
Mitglieder von Physio Austria sind herzlich eingeladen, Begleitpersonen zahlen 30 Euro.

Dresscode: elegant
04.08.2016, 17:30 to 21:00
Klosterneuburg

100 Jahre Physiotherapie in der Rehabilitation – mit, für und von PatientInnen

Vorträge und Wanderausstellung!
Willkommen sind PhysiotherapeutInnen, PatientInnen und KlientInnen sowie Interessierte!
Für Kulinarisches wird gesorgt.

Derzeit geplantes Programm

  • 17:30 Get together im Veranstaltungssaal
  • 18:00 feierliche Eröffnung durch die Landesverbandsvorsitzende von NÖ Gabriele Ernst: 100 Jahre Physiotherapie im Zeitsprung - Meilensteine für den Beruf
  • 18:15 Impulsvortrag von Marianne Worisch, leitende Physiotherapeutin im Rehazentrum Weißer Hof: 100 Jahre Rehabilitation im Zeitsprung
  • 18:30 Workshops zum Thema Physiotherapie bei Querschnittlähmung, bei Amputation und bei Polytrauma, geführt von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten des Rehazentrums Weißer Hof und Patientinnen und Patienten

    Die Workshop Reihe wird 30 Minuten dauern.
    Nach einer kurzen Pause starten die Workshops erneut um möglichst das gesamte Publikum zu erreichen.
Ausklang der Veranstaltung beim Fingerfood Buffet
Auf zahlreiche interessierte Gäste freut sich das Team von Physio Austria NÖ und vom Rehazentrum Weißer Hof

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Ort: Rehazentrum Weißer Hof, Holzgasse 350, 3400 Klosterneuburg
Kontakt: kristina@pt-seltenheim.at

Kristina Seltenheim, MSc M: 0680 325 78 35 E: kristina@pt-seltenheim.at

23.09.2016, 17:00
Salzburg

100 Jahre Physiotherapie – eine bewegte Zeit

Jubiläumsveranstaltung in Salzburg mit Experten-Talks und interaktiven Physio-Stationen – Gäste u.a. Petra Kronberger, Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner und Dr. Reinhold Fartacek

Österreichs PhysiotherapeutInnen feiern heuer das 100-jährige Bestehen der Physiotherapie in Österreich. Dazu finden in Salzburg, als auch in ganz Österreich, Jubiläumsveranstaltungen statt.

Highlights

  • Diskussionsrunde mit Mag.a Petra Kronberger und aktueller Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner
  • interaktiver Stationsbetrieb zum selber Ausprobieren
  • Vorträge u.a. zu Therapiemöglichkeiten bei chronischen Schmerzen
  • Prim. Dr. Fartacek teilt seinen Erfahrungen sowohl als Klinikleiter (CDK), als auch als Patient
  • musikalische Untermalung durch Nane Frühstückl & Andrew Harrison

Programm

17:00 Uhr: Eröffnung im Foyer mit verschiedenen Angeboten/Stationen:

  • Wanderausstellung Physiotherapie im Wandel der Zeit
  • Imagefilm Physioaustria
  • Ausstellung historische Therapiegeräte
  • Schwerpunktstationen mit Vorstellung von physiotherapeutischen Kompetenzbereichen, Therapieformen, Anwendungsgebieten etc. in Form von Beratung/aktiver Teilnahme/ Vorstellen von Therapiesettings, Kurzvorträgen usw.

Folgende interaktive Stationsbetriebe werden angeboten:

  1. Manuelle Therapie/Osteopathie – durch freie Gelenke wieder Freude am Bewegen! mit Thomas Bamberger und Nadja Felder
  2. Sportphysiotherapie – ein "Schnupper-Parcour" mit den Schwerpunkten Gleichgewicht und Koordination mit PT Daniel Köeniger
  3. Spiraldynamik
  4. Geriatrie – Mobilität im Alter ist Grundvoraussetzung für eine gute Lebensqualität. Harald Jansenberger, Spezialist im Bereich der Geriatrie, zeigt wie Sturzpräventionstraining die Gangsicherheit und das Gleichgewicht verbessern können.
  5. Vojtatherapie – ein Therapiekonzept nur für Kinder und Säuglinge? Es werden Anwendungsmöglichkeiten auch in der Erwachsenentherapie anhand von Bild, Videodokumentation und Rollstuhlparkour vorgestellt: in der Neurologie, Orthopädie, Geriatrie sowie im Behindertensport. Claudia Beckmann, KollegInnen und PatientInnen geben Auskunft.
  6. Pädiatrie - Praktische und theoretische Einblicke in die Welt der Kinderphysiotherapie. Therapiematerialien können begriffen, erkundet und getestet werden. Welche Kinder kommen zur Therapie und wie könnte eine beispielhafte Therapiestunde aufgebaut sein? – mit Julia Dammerer
  7. Gynäkologie – Physiotherapie für eine stabile Mitte Spezielle Physiotherapie im Bereich Beckenboden bei Mann, Frau und Kind. Gezielte Hilfe und Begleitung bei Problemen im Bereich Blase, Darm und Beckenboden - rund um die Geburt, nach Operationen, Narben/Schmerzen im Intimbereich, Blasen- und Darmproblemen, Sexualproblemen. - mit Monika Siller
  8. Ergonomie am Arbeitsplatz – Clemens Dinböck und das fachliche Netzwerk Arbeit, Gesundheit & Prävention informieren.

19:00 Uhr: Moderierter Teil mit Vorträgen und Gesprächen am runden Tisch im Audimax

  • Professionelle Moderation durch Stefan Steinacher
  • Musikalische Untermalung durch das "Nane Frühstückl Duo"
  1. Eröffnungsrede durch Prof. Mag. Dr. Gerhard Blechinger (Rektor FH-Salzburg)
  2. Begrüßung PT Simone Maurer (Vorsitzende Verband der Freiberuflichen PhysiotherapeutInnen Salzburgs)
  3. Vortrag von Prim. Priv.-Doz. Dr. Reinhold Fartacek, MBA (eh. Ärztlicher Leiter der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg) über seine Erfahrungen im Kontext mit der PT sowohl als ärztlicher Leiter der Christian-Doppler-Klinik, als auch als Patient mit 2 Hüft-TEPs
  4. Fachvortrag PT Karin Geiersperger über die Therapiemöglichkeiten von chronischen Schmerzen
  5. Gespräch am runden Tisch: Teilnehmer sind u. a.:
  • Prim. Priv. Doz. Dr. Reinhold Fartacek, MBA
  • Mag. Petra Kronberger (mehrfache Olympia- und Weltcupsiegerin und Weltmeisterin, Frauenbeauftragte ÖSV)
  • Eva Walkner (Freeride Weltmeisterin)
  • Vertretung aus Lehre und Forschung des Studiengang Physiotherapie der FH-Salzburg
  • PT Simone Maurer (Vorsitzende Physioaustria Zweigverein Freiberufliche Salzburg)

21:00 Uhr: Get Together im Foyer mit Getränken und Snacks (Ende ca. 22:30)

  • Getränke und Snacks
  • Weiterhin Präsentation von Schwerpunktstationen, Wanderausstellung und Imagefilm im Foyer: Diese bleiben mit den unterschiedlichen Angeboten und Informationen für Interessierte von 17:00 bis zum Ende der Veranstaltung geöffnet und werden von KollegInnen betreut.

Details zur Veranstaltung unter:

http://www.physiosalzburg.at/de/mid100000009/aktuell_Physiotherapie100Jahre.htm

Infos zu 100 Jahre Physiotherapie unter:

http://www.100jahre.physio

Das „100 Jahre Physiotherapie in Österreich“ Organisationsteam

Reinhard Felder reinhard.felder@physioaustria.at
Martina Switil m.switil@gmail.com
Karin Geiersberger karingeiersperger@yahoo.de
Dominik Groß DominikGross@gmx.net
Susanne Schlattner sschlattner@yahoo.de
Michael Seyss-Inquart michael.seyss@gmail.com
Veronika Kreuzeder veronika.kreuzeder@gmx.at

01.10.2016, 09:00 to 31.10.2016, 18:00
Linz

„100 Jahre Physiotherapie - eine Bank"

Geplant ist, eine Bank pro Bezirk in Oberösterreich aufzustellen, wobei die erste mit einem großen Event eröffnet wird. Die Bänke können nur von PhysiotherapeutInnen erworben werden. Das Design der "Physio Bank" gibt es bereits.
Interessierte können sich direkt an den Landesverband Oberösterreich wenden oberoesterreich@physioaustria.at

Die Idee entstand an einem wunderschönen Tag im Sommer, als eine Physiotherapeutin, nämlich die stellvertretende Vorsitzende und Finanzreferenin des Landesverbands Oberösterreich Klaudia Ammerer-Döberl auf einem Wanderweg unterwegs war, um etwas für Körper und Geist zu tun. Beim kurzen Rasten fiel ihr eine stark vermoderte, bereits in die Jahre gekommene Sitzbank auf, welche ursprünglich den vorbeiziehenden Wanderern wohl vor einigen Jahren als Sitzgelegenheit gedient haben musste. Nach vielen erneuten Spaziergängen, Läufen und Radtouren und somit mehrmaligen Antreffen der Bank wurde sie auf den Umstand aufmerksam, dass außer ihr wohl keiner aufmerksam wurde auf den schlechten Zustand der Sitzbank und man diese wohl schlicht und ergreifend inmitten seiner letzten Ruhestätte abgeschrieben hatte und vermodern ließ.

Der Gedanke kam ganz unverhofft, hier der Gemeinde eine Bank zu sponsern, um einerseits das Landschaftsbild zu wahren und zu verbessern - und andererseits um den Vorbeiziehenden eine Möglichkeit zu bieten, sich dort auszutoben: Hinsetzen, Dehnen, Rasten, Ruhen, Warten, was auch immer - eine Bank kann ja für viele unterschiedlichen Dinge gebraucht werden. Und warum nicht Wanderer dazu einladen, eine Bank für mehr als nur Sitzen zu benutzen: Versehen mit ein paar Übungsanleitungen könnte diese Bank ja immerhin Leute dazu anregen, eventuell mehr zu machen als nur zu sitzen. Mit markantem Aussehen und unvergleichlichem Design könnte diese Bank zu mehr werden als nur eine Sitzbank - eine „Physio Bank“.

So wäre es auch denkbar, dass es einmal heißt: „Treffen wir uns bei der Physio Bank!“ Als „Hingucker“ könnte diese Bank bei Menschen mehr erreichen, als nur sitzen zu wollen. So kann sie einerseits Verhaltensmuster verändern, Leute zusammenbringen, Menschen zum „aktiv sein“ anregen, oder auch nur als Treffpunkt dienen.

18.11.2016, 09:00 to 15:00
Wien

Symposium: Physiotherapie quo vadis? Ein Berufsbild im Wandel, ein Beruf der bewegt

Krönender Abschluss des Jubiläumsjahrs!

Wir laden herzlich zum Höhepunkt und krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres ein.

Bitte melden Sie sich unter https://www.physioaustria.at/inhalt/anmeldung-symposium für die Veranstaltung an.

Es erwartet Sie ein vielseitiges Programm. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Geschichte der Physiotherapie

Headerbild Geschichte

Die Geschichte der Physiotherapie

2016 ist ein besonderes Jahr für die Physiotherapie in Österreich: 1916 wurde im Krankenhaus Lainz in Wien die erste staatlich anerkannte Physiotherapie-Ausbildung in Österreich gestartet. Die Physiotherapie in Österreich feiert also ihr 100-jähriges Jubiläum!

100 Jahre Physiotherapie in Österreich – Happy Birthday

Alice Maria Synek-Strassnitzky (mehr dazu finden Sie hier)

Die Wurzeln unseres Berufs - Heilbäder und Bewegungstherapien - lassen sich bis weit in die vorchristliche Zeit nachweisen. Mit dem Aufkommen eines modernen Wissenschaftsverständnisses im 19. Jahrhundert entwickelte sich auch ein zunehmend systematischer Umgang mit dem Wissensbestand der Heilgymnastik und mit dessen Vermittlung in Ausbildungen.

In Österreich wurde 1916 die erste Ausbildungsstätte als „Schule für Assistentinnen der Physikotherapie“ von Josef Kowarschik (1876-1965) in Lainz am Kaiser Jubiläumsspital der Stadt Wien als Privatschule eröffnet und bis 1941 geführt. Die Ausbildung dauerte zu Beginn nur einige Wochen, dann einige Monate und ab dem Jahr 1940 ein Jahr. Es gab keine gesetzliche Grundlage für die Schule, deren Lehrinhalte sich erheblich von zB Ausbildungen in Deutschland unterschieden.

Im Herbst, am 04.10.1943 durfte, aufgrund des unermüdlichen Engagements von Johanna „Hansi“ Betzwarz(1899-1981), welche schon zuvor für Kowarschik die Schulangelegenheiten führte, offiziell eine zweijährig geführte „Schule zur Ausbildung staatlich anerkannter Krankengymnastinnen und Assistentinnen für Physikalische Therapie“ ihren Ausbildungsbetrieb aufnehmen. Diese war den damals staatlichen Schulen für Krankengymnastik im Deutschen Reich gleichzuhalten. Die für die 1943 startende Ausbildung geltenden Satzungen und der Lehrplan wurden von einer Münchner Lehranstalt übernommen. Es bestanden zu diesem Zeitpunkt zwar für Bayern gesetzliche Regelungen, nicht aber für das Gebiet des heutigen Österreich.

Einen Rückschritt erfuhr der junge Beruf durch das 1949 festgelegte Krankenpflegegesetz, in welchem die medizinisch-technischen Hilfsberufe geregelt und nun als Teil der Krankenpflege geführt wurden. Kowarschik sah sich dadurch genötigt, seine nach wie vor privat geführte Schule unter diesen nachteiligen Bedingungen zu schließen. Die durch das Krankenpflegegesetz betroffenen medizinisch-technischen Hilfsberufe gründeten auf Betreiben von Betzwarz 1951 einen gemeinsamen Berufsverband.

1952 konnte Betzwarz durchsetzen, dass die Ausbildung zu „Assistentinnen für physikalische Medizin“ wieder wie vor 1949 weitergeführt werden durfte. Schließlich wurde am 22.03.1961 das erste Bundesgesetz zur Regelung der Krankenpflegefachdienste, der medizinisch-technischen Dienste und der Sanitätshilfsdienste beschlossen. Dies war somit für die heutigen Physiotherapeuten die erste gesetzliche Regelung für Berufszugang, -ausbildung und -ausübung. Ebenso kam es am 21.04.1961 zur Splittung des Berufsverbandes, und der „Verband der diplomierten Assistenten für physikalische Medizin Österreichs“ (heute: Physio Austria) wurde gegründet. Dieser wurde 1967 von der „World Confederation for Physical Therapy“ (WCPT) definitiv in den Weltverband aufgenommen.

Nachdem 1974 auch die praktische Ausbildung im Rahmen einer Verordnung detailliert festgelegt wurde, trat am 01.09.1992 das erste eigenständige Berufsgesetz und 1993 die zugehörige Ausbildungsverordnung über die Regelung der MTD und somit die formale Trennung vom Krankenpflegefachdienst in Kraft. Dieses Gesetz hat bis heute in mehrfach novellierter Form Gültigkeit. Im Rahmen dieses eigenständigen MTD-Gesetzes kam es unter anderem zu einer Detaillierung und Differenzierung der Berufsbilder und einer Umbenennung der Berufsbezeichnung in „Diplomierte Physiotherapeutin“. Auch wurden die Input-, Prozess- und Outputqualität der Ausbildung exakter festgeschrieben.

Schließlich wurden am 05.07.2005 die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Führung von Fachhochschul-Bachelorstudiengängen der MTD- und Hebammenausbildung und 2006 die zugehörige Ausbildungsverordnung erlassen. Damit wurde die Anhebung der Grundausbildung der Physiotherapeuten in den Hochschulsektor möglich. Die Berufsbezeichnungen wurde den internationalen Gepflogenheiten angepasst und unter anderem das „diplomierte“ entfernt. Durch diese Form der Akademisierung wurde ein wichtiger Schritt zur wissenschaftlichen Eigenständigkeit der Berufsgruppen festgeschrieben. Weiters verpflichtete sie die Erhalter der jeweiligen Studiengänge, künftig auch Masterstudiengänge anzubieten, und ermöglichte so die Durchlässigkeit zum Doktoratsstudium an einer Universität.

Durch die 2005 in Kraft getretene MTD-Gesetzesnovelle, mit der die Ausbildung der Physiotherapeuten die Hebung in den tertiären Ausbildungsbereich auf Fachhochschulniveau möglich wurde, wurde der Weg zu einer eigenständigen und anerkannten Theoriebildung und Forschung sowie einer eigenständigen Berufsethik und Autonomie und somit zur Vollprofessionalisierung des Berufes eröffnet.

1916

Dr. Josef Kowarschik startet die erste Physiotherapie-Ausbildung im Krankenhaus Lainz in Wien

1932

Johanna „Hansi“ Betzwarz steht Kowarschik zur Seite und kämpft in den Kriegs- und Nachkriegsjahren unermüdlich für seine Schule
Geschichte 1932

1961

Betzwarz legt als Gründerin und 1. Vorsitzende des „Verbandes der diplomierten Assistentinnen für physikalische Medizin Österreichs“ das Fundament für einen eigenständigen Berufsverband
Graduationsfeier

1962

Am AKH Wien und am LKH Innsbruck werden Physiotherapieschulen eröffnet; die Schule in Innsbruck ist die erste außerhalb Wiens

1965

Das erste Berufsabzeichen der PhysiotherapeutInnen wurde am 4. November vom Ministerium für soziale Verwaltung genehmigt

1975

1. Kongress der diplomierten Assistentinnen für physikalische Medizin mit ca. 700 TeilnehmerInnen in Wien

1992

Das erste MTD-Gesetz tritt in Kraft; die Berufsbezeichnung lautet nun „Diplomierte PhysiotherapeutIn“ und die Ausbildung erfolgt ab nun an „Akademien für Physiotherapie“ und wird von zweieinhalb auf drei Jahre verlängert
Diplomphysiotherapeutin 1992

2002

Physio Austria organisiert in Wien den ersten Europäischen Kongress „Prävention von Krankheiten durch Physiotherapie“ mit mehr als 1.000 TeilnehmerInnen

2003

Das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) präsentiert nach dreijähriger Arbeit auf 99 Seiten das „Berufsprofil des/der diplomierten Physiotherapeutin/Physiotherapeuten“

2006

Mit der Novelle zum MTD-Gesetz wird Physiotherapie zum akademischen Beruf; die Ausbildung erfolgt künftig an Fachhochschulen und berechtigt entsprechend der Bologna-Deklaration zu Masterlehrgängen und Doktoratsstudium

Start der ersten Bachelor-Studiengänge für Physiotherapie in Österreich

Start des ersten Universitätslehrgangs „Musculoskeletal Physiotherapy“ in Kooperation von Physio Austria mit der Donau-Universität Krems

2008

Erstmals schließen PhysiotherapeutInnen ihre Ausbildung an einer Fachhochschule mit dem akad. Titel Bachelor of Science (BSc) ab

2010

In Wien wird der erste genuine Masterlehrgang „Physiotherapie“ erfolgreich abgeschlossen, in Graz feiern 36 AbsolventInnen des ersten Universitätslehrgangs „Kardiorespiratorische Physiotherapie“ im deutschen Sprachraum ihr Master-Degree und an der Donau-Universität Krems startet bereits der dritte Universitätslehrgang „Musculoskeletal Physiotherapy“

2011

Physio Austria feiert das 50-jährige Bestehen des Bundesverbands der PhysiotherapeutInnen in Österreich

2016

Die Physiotherapie in Österreich feiert ihren 100. Geburtstag

Das Berufsbild der PhysiotherapeutInnen

Headerbild Berufsbild der PhysiotherapeutInnen

Das Berufsbild der PhysiotherapeutInnen

PhysiotherapeutInnen sind ExpertInnen für Bewegungsentwicklung und –kontrolle. Sie haben das Know-How zur Wiederherstellung von Bewegungsfunktionen, die durch Unfall oder Erkrankung verlorengegangen sind.
Eine fundierte Ausbildung, Weiterbildung auf wissenschaftlicher Basis, Einfühlungsvermögen und hohe Motivation sind wichtige Voraussetzungen, um PatientInnen und KlientInnen erfolgreich behandeln und begleiten zu können.

Das Berufsbild

Junge Therapeuten  im Gepräch

Physiotherapie beinhaltet einerseits die Vermeidung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems, die Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Bewegungsabläufe und andererseits die Symptomverbesserung –kontrolle und -begleitung, um dem/der PatientIn eine optimale Bewegungs- und Schmerzfreiheit, Selbständigkeit bzw. Lebensqualität zu ermöglichen. Das Berufsbild der/s PhysiotherapeutIn beinhaltet die Planung, Gestaltung und Durchführung des physiotherapeutischen Prozesses. Dieser Prozess ist das diagnostische und therapeutische „Handwerkszeug“ der PhysiotherapeutInnen und ein wichtiges Tool in der Qualitätssicherung von Behandlungen. Maßgeblich entscheidend für den Behandlungserfolg sind darüber hinaus die soziale Kompetenz und das Einfühlungsvermögen der PhysiotherapeutInnen. Physiotherapie wird als Therapie und Rehabilitation von ÄrztInnen verordnet und von PhysiotherapeutInnen eigenverantwortlich durchgeführt. Sie wird in Krankenanstalten, Rehabilitationszentren und privaten Praxen angeboten. Im Rahmen der Vorsorgemedizin umfasst die Physiotherapie die Gesundheitsberatung und -erziehung, sowie präventive Maßnahmen. PhysiotherapeutInnen arbeiten mit verschiedensten bewegungstherapeutischen Behandlungskonzepten und -techniken. Ergänzt werden diese durch Massagen und physikalische Zusatzmaßnahmen wie Thermotherapie, Elektrotherapie, Hydrotherapie u.a.m.

Die World Confederation for Physical Therapy (WCPT) hat in einer Grundsatzerklärung die „Ethischen Grundsätze für PhysiotherapeutInnen“ festgeschrieben.

Ausblick

Header Ausblick

"Für die zukünftige Positionierung der Physiotherapie wird im veränderten gesellschaftlichen und beruflichen Umfeld die Profilentwicklung zu einem Erfolgsfaktor im Wettbewerb."

Silvia Mériaux-Kratochvila, Präsidentin von Physio Austria

Schchauen wir auf die Entwicklung der Physiotherapie in Österreich, so war und ist diese geprägt von einem beruflichen Selbstverständnis, Menschen dabei zu unterstützen, größtmögliche Selbstbestimmung durch schmerzfreie und freudvolle Bewegungsfähigkeit zu erlangen. So werden PhysiotherapeutInnen und Physiotherapie assoziiert mit Bewegung, Aufgeschlossenheit und Dynamik aber auch mit Hilfe bei Schmerzen und vielen anderen Zustandsbildern, die Einfluss auf die Bewegungsfähigkeit haben.

Ausblick auf einen Steg

Die Einsatzgebiete der Physiotherapie sind vielfältig und befinden sich in steter Veränderung. Bereiche, die noch vor einigen Jahren stiefmütterlich behandelt und betrachtet wurden, sind heute nicht mehr wegzudenken. Es gibt zahlreiche Bereiche die die Physiotherapie in Österreich heute aus berufspolitischer Sicht beschäftigen.

Betrachten wir den demographischen Wandel, wird zukünftig die damit verbundene Zunahme chronisch-degenerativer Erkrankungen unsere Gesellschaft prägen und das Gesundheitssystem vor ganz neue Herausforderungen stellen. Insbesondere auch der mobile Zugang zu Gesundheitsdaten ist ein boomender Markt, den die EU als Teil ihrer Digitalen Agenda beobachtet. ExpertInnen schätzen, dass es weltweit mehr als 100.000 mobile Health-Apps gibt wovon die 20 beliebtesten dieser Programme die Bereiche Sport, Fitness und Gesundheit abdecken. Der Gesundheitsmarkt gehört zur Gesundheitswirtschaft, dem größten Wirtschaftszweig industrialisierter Staaten. Mit zunehmendem Interesse am Thema Gesundheit nimmt auch das Interesse zu, am Gesundheitsmarkt tätig zu sein. Eine Vielzahl an gesetzlich nicht anerkannten Gesundheitsberufen entwickelt sich. Der Wettbewerb um den Kunden/die Kundin „PatientIn“ nimmt zu.

Entwicklungen in den Bereichen Medizin, Versorgung der Menschen mit Gesundheitsleistungen und Veränderungen in der Gesellschaft erfordern komplexe und adaptierungsfähige Handlungs- und Problemlösungsstrategien von berufstätigen PhysiotherapeutInnen. Wurde in der Vergangenheit in der Physiotherapie noch für einen Berufsvollzug ausgebildet, in dem die Anwendung von Fertigkeiten im Mittelpunkt des beruflichen Handelns stand, so ist heute eigenständiges, an den aktuellen Erkenntnissen in Wissenschaft und Forschung orientiertes Berufshandeln gefordert.

Lesen Sie mehr dazu im Beitrag von Silvia Mériaux-Kratochvila, Präsidentin von Physio Austria, in der Schwerpunktausgabe des Inform zu „100 Jahre Physiotherapie in Österreich“:
„Physiotherapie quo vadis – wo wird und soll es hingehen? Ausblick auf die Zukunft des Berufs PhysiotherapeutIn“